Artikel zur Linux-Distribution Fedora. Enthält Teile des früheren fedorablog.
Lenovo ThinkPad X100e und Fedora 13 - Teil 2
Nachdem ich im ersten Teil die Hardware des ThinkPad X100e näher betrachtet habe, geht es jetzt ins Eingemachte. In diesem Teil beschreibe ich, wie Fedora 13 auf dem X100e installiert wird. Leider ist es nicht ganz so leicht wie erwartet.
Lenovo ThinkPad X100e und Fedora 13 - Teil 1
Mit dem ThinkPad X100e hat Lenovo ein ziemlich attraktives Netbook auf den Markt gebracht, nicht zuletzt wegen des Designs, der Ausstattung und des Preises. Doch wie steht es mit der Linux-Unterstützung? Und lässt sich die einzige wirkliche Schwäche, der stromhungrige Prozessor, auch unter Linux ein wenig lindern?
In diesem ersten Teil beschreibe ich erst einmal die Hardware selbst. Der zweite Teil wird sich mit der Installation von Fedora 13 auf dem System beschäftigen, und im dritten Teil gebe ich dem System noch einen letzten Schliff, Stromsparmaßnahmen inklusive.
Aber schauen wir uns das ThinkPad erst einmal etwas näher an...
Google Chrome für Fedora 12
Google hat seinen Webbrowser Chrome jetzt auch für Linux freigegeben. Und da Google ein eigenes yum-Repository zur Verfügung stellt, ist es relativ einfach, den Browser zu installieren und im Rahmen der yum-Updates aktuell zu halten.
Aber ohne Schweiß keinen Preis, also ran an die Tastatur und flugs das yum-Repository eingerichtet. Erst einmal werden wir den Signaturschlüssel von Google importieren:
rpm --import https://dl-ssl.google.com/linux/linux_signing_key.pub
Als nächstes machen wir yum mit dem Repository bekannt, indem wir die Datei /etc/yum.repos.d/google.repo anlegen und folgenden Inhalt hineinschreiben:
[google] name=Google - i386 baseurl=http://dl.google.com/linux/rpm/stable/i386 enabled=1 gpgcheck=1 gpgkey=https://dl-ssl.google.com/linux/linux_signing_key.pub
Bei 64-bit-Systemen kommt noch folgender Block hinzu:
[google64] name=Google - x86_64 baseurl=http://dl.google.com/linux/rpm/stable/x86_64 enabled=1 gpgcheck=1 gpgkey=https://dl-ssl.google.com/linux/linux_signing_key.pub
Mit
yum install google-chrome-beta
installieren wir jetzt Googles schnellen Browser, und fertig ist die Laube.
Viel Spaß beim Testen!
Fedora 12: Eclipse zickt
Und gleich noch eine kurze Notiz hinterher: Die Entwicklungsumgebung Eclipse mag das GTK 2.18, das bei Fedora 12 verwendet wird, nicht. Der OK-Button in Dialogen oder der Weiter-Button in Wizards lässt sich von der Maus nicht mehr anklicken, sondern nur noch per Tastatur-Shortcut bedienen. Der Fehler ist mittlerweile bekannt. Anscheinend verwendet SWT das GTK nicht sauber.
Die Eclipse-Entwickler arbeiten an einer Lösung. Ein Workaround für die Zwischenzeit ist, Eclipse (und möglichst nur Eclipse!) mit folgender Env-Variablen zu starten:
export GDK_NATIVE_WINDOWS=true
Nvidia-Treiber für Fedora 12
Für alle, die sich fragen, wo bei rpmfusion der Nvidia-Treiber für Fedora 12 geblieben ist: Er ist unter updates-testing:
yum --enablerepo=rpmfusion-nonfree-updates-testing install kmod-nvidia
Allerdings müssen nach der Installation noch ein paar manuelle Schritte ausgeführt werden.
Fedora? Bitte hier entlang...
Wie heißt es so schön: Immer wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine neue.
Auf dem Fedorablog habe ich gestern das letzte Posting geschrieben. Die Site werde ich voraussichtlich Ende September schließen. Amerikanische Firmen müssen ihre Marke verteidigen, sonst verlieren sie sie. Die Erfahrung durfte ich 1998 schon mit der Firma Palm machen, und jetzt halt wieder. Wobei Red Hat sich da wesentlich community-freundlicher benimmt! Allerdings ist der Vertrag in amerikanischem Legalese geschrieben, und verlangt auch die dort üblichen Markenzeichen-Symbole (wie “Fedora®”). Im Endeffekt also viel Aufwand, nur um in Lizenz eine Domain benutzen zu dürfen. Wozu?
Ich sehe den Umzug in meinen privaten Blog eher als einen Neuanfang... Den Nachrichtenumfang vom Fedorablog werde ich (schon aus Zeitgründen) nicht beibehalten, also nicht die Release jeder Alpha-, Beta oder Final ankündigen oder es melden, wenn yum mal wieder klemmt.
Andererseits: Das Fedorablog repräsentierte die Community, weshalb ich meine persönliche Meinung weitgehend in den Hintergrund gestellt hatte. In meinem persönlichen Blog brauche ich auf solche Sachen nicht mehr zu achten. Auch nicht schlecht...
Wie geht es jetzt weiter? Ich werde die Artikel im Fedorablog sichten. Vieles davon ist mittlerweile obsolet (zum Beispiel, dass Fedora 7 veröffentlicht wurde) und kann an sich weg. Andere Artikel werde ich in das Fedora Wiki stellen oder hier in das Blog übernehmen. Die ganzen Arbeiten werde ich im Oktober erst beginnen können, also bitte ein wenig Geduld. 
Neue Artikel zum Thema Fedora (und weiteren Linux-Distributionen) wird es unter der Kategorie “Fedorado” geben. (Danke an Jan Ehrhardt für diese geniale Idee.)
Und zu der “Primer”-Kategorie aus dem Fedorablog, die bei dem Setup eines neu installierten System hilfreich ist, lasse ich mir auch noch etwas einfallen.
PS: Die momentan zugegeben etwas aufdringliche Werbung für die Piratenpartei wird sich nach der Bundestagswahl auch noch etwas reduzieren. 
Raising Elephants...
Der Linux-Kern hat den Ruf, äußerst stabil zu sein. Der X-Server dagegen bleibt gelegentlich hängen, vor allem in der Beta-Version, die seit Fedora 9 installiert wird. Der Rechner reagiert dann auf keine Eingaben mehr, und der einzige Ausweg scheint eine Zwangsabschaltung zu sein. Der Kernel “lebt” aber meist noch. Dann hilft die Magische S-Abf-Taste, um das System kontrolliert herunterzufahren.
Diese Funktion ist bei Fedora standardmäßig abgeschaltet. Um sie zu aktivieren, öffnet man als root die Datei /etc/sysctl.conf und ändert dort die Zeile kernel.sysrq wie folgt ab:
kernel.sysrq = 1
Nach einem Neustart steht die Taste zur Verfügung. Zusätzlich kann sie mit dem Kommando echo 1 > /proc/sys/kernel/sysrq sofort aktiviert werden.
Sollte sich das System dann wieder einmal aufhängen, hält man die Tasten ALT und S-Abf gedrückt und tippt ganz langsam die Buchstabenfolge REISUB ein. Wenn alles gut gegangen ist, startet das System neu. Die Buchstabenkombination lässt sich mit einer kleinen Eselsbrücke merken: “Raising Elephants Is So Utterly Boring”.
World of Goo für Linux erschienen
Die kleine Independent-Spielschmiede 2D Boy hat sein Versprechen gehalten und das Geschicklichkeitsspiel World of Goo nun auch für Linux herausgebracht. Bei dem Spiel geht es darum, aus Schleimbällen waghalsige Gerüste zu bauen, damit diese ein Absaugrohr erreichen. Die witzige Grafik und ein hervorragender Soundtrack lassen dabei keine Langeweile aufkommen.
Das verfügbare RPM lässt sich unter Fedora problemlos installieren. Auf einem x86_64-System werden außerdem noch ein paar weitere Pakete benötigt:
yum install glibc.i686 mesa-libGL.i386 mesa-libGLU.i386Das Spiel ist anschließend im Anwendungsmenü unter Spiele zu finden.
Wer bereits die Windows- oder Mac-Version direkt bei 2D Boy gekauft hat, kann die Linux-Version kostenlos herunterladen. Käufer aus anderen Quellen haben dagegen Pech: hier ist ein Neukauf direkt bei 2Dboy erforderlich, um die Linux-Version zu erhalten. Alternativ kann aber auch die Windows-Version per Wine gespielt werden.
Zum Testen steht auf der Website von 2Dboy eine Demoversion zur Verfügung.
Sicheres Online-Banking mit HBCI
Linux ist wegen seiner geringen Anfälligkeit für Viren und Trojaner sowieso schon eine gute Wahl für sicheres Online-Banking. Mit HBCI lässt sich der Sicherheitsfaktor aber noch einmal steigern. Dieses Special beschreibt, wie man Banking per HBCI unter Fedora einrichtet und verwendet.
Meep Meep: "Roadrunner" rennt mit Fedora
Der schnellste Rechner der Welt steht derzeit am Los Alamos National Laboratory. Das von IBM gebaute System knackte erstmalig die magische Marke von 1 PetaFLOPS (also einer Billiarde Fließkommaoperationen pro Sekunde) und ist damit weit schneller als der momentane Anführer der Top 500, denn Blue Gene schafft “nur” 478,2 TeraFLOPS. An sich sollte dieser Supercomputer “Roadrunner” genannt werden, aber dagegen legte Time Warner als Markeninhaberin der berühmten Cartoonfigur Einspruch ein.
Der Rechner besteht aus 16.000 AMD Opterons, denen eine gleiche Anzahl an Cell-Prozessoren gegenübersteht, welche den Hauptanteil der Rechenleistung erbringen. Als Betriebssystem wird für die Opterons Red Hat Enterprise Linux verwendet, auf den Cell-Prozessoren läuft dagegen Fedora (Quelle: Vortrag von Ann Borrett (PDF) auf der SC07 Birds of a Feather).
IBM hat mit einem speziell angepassten Fedora Core auf Cell-Blades bereits beim MareNostrum am Barcelona Supercomputing Center Erfahrung sammeln können.

