Nur Linux blieb standhaft
Der PWN-to-OWN-Wettbewerb, der im Rahmen der Sicherheitskonferenz CanSegWest stattfand, sieht einen Geldpreis (und das gehackte Notebook) für die Person vor, die es schafft, ein Notebook unter Einhaltung bestimmter Regeln zu hacken. Zur Verfügung standen drei Notebooks mit MacOS X, Windows Vista und Ubuntu, jeweils in den aktuellsten Versionen mit allen installierten Sicherheitspatches.
Wie Heise berichtet, ist neben dem Notebook mit Mac OS X nun auch das Notebook mit Windows Vista gehackt worden. Dadurch blieb am Ende des Wettbewerbs alleine das Ubuntu-Notebook ungehackt.
Inwiefern das allerdings Rückschlüsse auf die Sicherheit des Systems schließen lässt, sei erst einmal dahingestellt. Das Notebook mit Windows Vista wurde von Shane Macaulay über eine bisher nicht veröffentlichte Lücke im aktuellen Adobe Flash gehackt. Es wird sich zeigen, ob diese Lücke auch geeignet gewesen wäre, das Linux-System zu kompromittieren. Die Regeln besagen allerdings ausdrücklich, dass jeder Exploit im Rahmen des Wettbewerbs nur einmal verwendet werden darf.
Takt-Filter
Alle Menschen besitzen einen “Filter für Taktgefühl”, der alles, was ihn durchläuft, mit entsprechendem Taktgefühl versieht.
Die meisten “normalen Menschen” haben einen Taktgefühl-Mund, der dem Gesagten Taktgefühl verleiht. Der Grund dafür ist, dass ihre Eltern ihnen Sätze beibrachten wie: "Wenn du nichts Nettes sagen kannst, sage besser gar nichts."
“Computerfreaks” haben dagegen ein Taktgefühl-Ohr, das dem Gehörten Taktgefühl verleiht. Der Grund dafür ist, dass Computerfreaks als Kinder gehänselt wurden und ihre Eltern ihnen dann Sätze beibrachten wie: "Sie sagen so gemeine Dinge nur, weil sie neidisch sind. Sie meinen es nicht so."
Wenn normale Menschen sich unterhalten, versehen sie das Gesagte mit dem notwendigen Taktgefühl. Ihre Gefühle werden dadurch nicht verletzt. Wenn Computerfreaks sich unterhalten, versehen sie das Gehörte mit dem notwendigen Taktgefühl. Ihre Gefühle werden dadurch ebenfalls nicht verletzt.
Wenn nun aber ein normaler Mensch mit einem Computerfreak spricht, ist jener schnell frustriert, weil der normale Mensch ständig um den heißen Brei herumzureden scheint, statt zu sagen, was er wirklich will. Noch schlimmer ist es, wenn ein Computerfreak mit einem normalen Menschen redet. Er spricht ohne Taktgefühl, weil er davon ausgeht, dass der normale Mensch das unverblümte Gespräch selbst um den notwendigen Takt ergänzt, verletzt aber dadurch dessen Gefühle.
Computerfreaks müssen verstehen, dass normale Menschen alles, was sie sagen, mit entsprechendem Takt versehen müssen, weil sie sich sonst sehr unwohl fühlen. Normale Menschen müssen verstehen, dass Computerfreaks zwar taktlos zu sein scheinen, aber die Dinge, die sie sagen, eigentlich nicht persönlich gemeint sind und auch nicht so verstanden werden sollten. Beide Arten von Mensch müssen besonders geduldig im Umgang mit denjenigen sein, die den Filter für Taktgefühl an der jeweils anderen Stelle haben.
Quelle: Der Originalaufsatz "Tact Filters" stammt von Jeff Bigler. Die Veröffentlichung meiner etwas freien Übersetzung aus dem Amerikanischen geschah mit seiner freundlichen Genehmigung.
System streikt nach Hardwaretausch
Für gewöhnlich ist es erstaunlich leicht, in einem Fedora-System Hardware auszutauschen. Man wechselt sie aus, startet den Rechner neu, und Fedora passt sich automatisch der neuen Hardware an. Das funktioniert sogar mit Mainboards; Treiber-CDs oder Ähnliches sind in der Regel nicht notwendig.
Einen Schwachpunkt gibt es allerdings. Dieser zeigt sich, wenn bereits zum Bootzeitpunkt spezielle Treiber benötigt werden, zum Beispiel weil die Root-Partition auf einem RAID-Laufwerk liegt. Nach dem Tausch des RAID-Controllers (bzw. des Mainboards mit einem on board-Controller) bricht der Bootvorgang dann bereits nach wenigen Sekunden mit einer Kernel Panic ab, weil das Root-Laufwerk nicht gefunden werden konnte.
Dieser Artikel beschreibt, wie man aus dieser Klemme wieder herauskommen kann. Ein wenig Übung im Umgang mit Linux muss man aber mitbringen.
Aufgeräumte Spielecke
Wenn man sich das Gnome-Menü Anwendungen anschaut, fällt der Punkt Spiele besonders auf, denn er ist ziemlich lang. Ein kleines Paketchen namens games-menus sorgt hier für Abhilfe. Mit yum install games-menus ist es schnell installiert. Die Spiele wandern im Spiele-Menü anschließend in entsprechende Unterkategorien.
Der Datensauger
Was macht man mit selbstgebrannten CDs, wenn man sie nicht mehr braucht? Zum Wegwerfen sind sie an sich viel zu schade. Der Trägerkunststoff ist hochwertig und kann gut recycelt werden. Eine CD gehört deshalb nicht in den Restmüll. Und in den Gelben Sack schon gar nicht! Mittlerweile nehmen viele kommunale Müllsammelstellen CDs an und führen sie dem Recycling zu.
Bleibt nur ein zweites Problem: Wie bekommt man die Daten von der CD wieder herunter? Wenn es sensible personenbezogene Daten sind, hilft eigentlich nur eines. Die CDs müssen dann mit einem Spezialschredder in kleine Partikel zerschnippselt werden. Eine andere effektive Methode ist die Bestrahlung der CD in einer Mikrowelle für wenige Sekunden. Allerdings werden dabei giftige Gase freigesetzt, außerdem kann ein Feuer entstehen oder die Mikrowelle dabei zerstört werden. Die Methode Mikrowelle kommt also keinesfalls in Frage.
Ich habe eben zufällig eine Methode gefunden, die sauber ist und zumindest den einfachen Datenvoyeur von nicht ganz so sensiblen Daten fernhalten kann. Man braucht dazu nur ein Cuttermesser und ein Gerät, das man in jedem Haushalt finden sollte: einen Staubsauger.
Avant-Garde an der Bildschirmkante
Wer das Startleisten-Panel von Gnome zu langweilig findet, sollte unbedingt einen Blick auf den Avant Window Navigator werfen. Dieses kleine Tool setzt sich an den unteren Rand des Bildschirms und zeigt dort mit sehr viel eye candy geöffnete Fenster sowie eine Auswahl von Starter-Icons und mehr oder weniger nützlichen Applets an.

Natürlich lässt sich das Aussehen über das eingebaute Konfigurationstool vielfältig nach eigenem Gusto einstellen. Im Wiki des Projekts können außerdem weitere Themes für die perfekte Dekoration heruntergeladen werden.
Avant Window Navigator steht bereits fertig kompiliert im Fedora-Repository zur Verfügung. Die Installation erfolgt kinderleicht mit yum install avant-window-navigator awn-extras-applets. Danach kann das Programm unter Anwendungen → Zubehör → Avant Window Navigator gestartet werden. Es wird allerdings zwingend ein laufender Composite Window Manager benötigt, also Compiz oder Compiz Fusion.
Ordnung im Nautilus
Wenn man den Gnome-Desktop startet, präsentiert er sich sogleich mit verschiedenen Icons wie dem “Persönlichen Ordner”, dem “Computer” oder dem Mülleimer. Auch Wechsellaufwerke erscheinen auf dem Desktop. Seit Fedora 8 werden sogar Laufwerke angezeigt, die man als Benutzer nicht wieder aushängen kann, zum Beispiel Windows-Partitionen. Und so füllt sich der Desktop immer mehr mit Pflicht-Icons.
Diesen kann man zu Leibe rücken, wenn auch etwas versteckt. Wir brauchen dazu den Gnome-Konfigurationseditor, welcher unter Anwendungen → Systemwerkzeuge → Konfigurationseditor gestartet wird. Wenn er dort fehlt, kann er mit yum install gconf-editor nachinstalliert werden.
Im linken Baum des Konfigurationseditors öffnen wir folgenden Pfad: apps → nautilus → desktop. Auf der rechten Seite erscheinen nun fünf Häkchen mit folgender Funktion:
- computer_icon_visible: Blendet das “Computer”-Icon ein oder aus.
- home_icon_visible: Blendet den “Persönlichen Ordner” ein oder aus.
- network_icon_visible: Blendet das “Netzwerk”-Icon ein oder aus – dieses wird normalerweise nicht dargestellt.
- trash_icon_visible: Blendet die Mülltonne ein oder aus.
- volumes_visible: Blendet alle Laufwerke ein oder aus.
Leider ist es nicht möglich, bei volumes_visible zu bestimmen, welche Art von Laufwerken versteckt werden sollen. So kann man gerade die in Fedora 8 etwas störenden festen Partitionen nicht ausblenden, ohne dass auch die entfernbaren Laufwerke (wie zum Beispiel USB-Sticks) nicht mehr dargestellt werden. Zugreifen kann man auf die ausgeblendeten Laufwerke aber immer noch über das “Computer”-Icon oder über Orte → Computer.
Linux erobert den Desktop
Erfreuliche Nachrichten weiß desktoplinux.com zu berichten. Die Linux Foundation hat gerade eine Anwenderumfrage abgeschlossen. Mitgemacht haben diesmal mit fast 20000 Anwendern mehr als doppelt so viele wie letztes Jahr.
Ein überraschendes Ergebnis ist, dass Linux mittlerweile nicht mehr überwiegend auf Experten-Desktops läuft. Vor 64% der Linux-Desktops sitzen mittlerweile “normale” Anwender, die Linux als Alternative zu Windows und Mac OS benutzen. Im Privateinsatz hat Ubuntu mit 55,4% deutlich die Nase vorn, gefolgt von Debian (22,2%), openSUSE (19,5%) und Fedora (16,7%).
In Unternehmen sieht es anders aus. Bei 54,1% kommt hier Ubuntu zum Einsatz, dicht gefolgt von Red Hat (RHEL, Fedora und CentOS) mit 50,2%, sowie SUSE (SLED und openSUSE) mit 35,2%. Dass dies in der Summe mehr als 100% ergibt, liegt daran, dass in vielen Unternehmen ein Mix aus verschiedenen Distributionen verwendet wird. 74,3% der Unternehmen haben außerdem absolutes Vertrauen in Linux, um es in missionskritischem Einsatz zu verwenden. 18,3% würden Linux dies “wahrscheinlich” zutrauen.
Auch wenn die Ergebnisse insgesamt sehr positiv klingen, sollte man nicht in Euphorie verfallen. Die Umfrage fand unter Linux-Anwendern statt und ist dementsprechend voreingenommen.
Selbstgebrannt
Sei es das Urlaubsvideo, ein Video-Podcast oder ein Clip aus einem Videoportal: Manches Video möchte man gerne auf DVD brennen und sich dann auf dem Fernseher anschauen. Hier hilft DeVeDe, welches in einer einfach zu bedienenden GUI alle Schritte hin zu einem brennfertigen ISO-Image erledigt.
Zuerst wählt man den Datenträgertyp, zum Beispiel eine Video-DVD oder eine Video-CD. Als nächstes kann man dann Titel und dort einzelne Video-Dateien hinzufügen. Als Videoquelle eignet sich so ziemlich jede Datei, die der von DeVeDe im Hintergrund verwendete mplayer überhaupt abspielen kann. DeVeDe kümmert sich um die Konvertierung des Videos in ein fernsehtaugliches Format, wobei man die Bitraten, Deinterlacing, Untertitel oder die Handhabung von 16:9-Bildquellen einstellen kann. Selbst um ein automatisches Unterteilen des Films in einzelne Kapitel kümmert sich die Software. Allerdings werden alle Videovorlagen stets neu codiert, selbst solche, die bereits von sich aus für das Zielmedium geeignet gewesen wären.
Die Titel kann man ebenfalls umbenennen, und das ist auch gut so, denn DeVeDe erzeugt gleich ein einfaches Menü mit der Auflistung aller Titel vor einem selbst auswählbaren Hintergrundbild.
Wenn man mit den Einstellungen fertig ist, geht es auch schon los. Das Filmmaterial wird konvertiert, die notwendige Dateistruktur erzeugt und anschließend ein brennfertiges ISO-Image generiert, das auf den Datenträger gebrannt werden kann. Fertig ist der selbst gemachte Silberling.
DeVeDe steht mit allen benötigten Paketen im Livna-Repository zur Verfügung. Nach der Installation kann die Software unter Anwendungen > Unterhaltungsmedien > DeVeDe gestartet werden.
