Nautilus: Wegwerfen wie früher
Unter Gnome 2 war es in Nautilus recht einfach, eine Datei in den Müll zu verschieben: ein Druck auf die “Entf”-Taste reichte aus. Das Verhalten hat sich in Gnome 3 leicht verändert. Um ein versehentliches Löschen zu vermeiden, muss nun zusätzlich die Strg-Taste gedrückt werden.
Wer sich an das alte Verhalten gewöhnt hat, kann es mit ein paar Handgriffen wiederherstellen. Im dconf-editor (es muss eventuell vorher installiert werden) öffnet man dazu erst einmal den Pfad org - gnome - desktop - interface und aktiviert dort die Option can-change-accels.

Als nächstes wählt man im Nautilus eine Datei aus (eine nicht ganz so wichtige, falls etwas schief geht). Mit der Maus öffnet man dann das Bearbeiten-Menü und fährt auf den Menüpunkt In den Müll verschieben. Der Mauszeiger bleibt einfach auf dem Menüpunkt stehen, er wird nicht angeklickt. Nun drückt man die Entf-Taste, um die alte Zuordnung aufzulösen, und ein weiteres Mal die Entf-Taste, um sie als neues Shortcut zu setzen:

Und das war es schon. Von nun an kann wieder mit der Entf-Taste die ausgewählte Datei in den Müll verschoben werden. Sicherheitshalber sollte im dconf-editor die Option can-change-accels wieder abgeschaltet werden, um ein versehentliches Umkonfigurieren zu vermeiden.
Pimp my Gnome, Teil 5: Schneller zum Ziel
Gnome 3 lässt sich um einiges schneller und komfortabler bedienen, wenn man die richtigen Abkürzungen kennt.
Eine ausführliche Liste hat das Gnome-Team in seinem Gnome Shell Cheat Sheet zusammengestellt. In diesem Artikel gibt es eine Auswahl der wichtigsten Kürzel.
Pimp my Gnome, Teil 4: Zwei Bildschirme und Wetter-Update
Ich hatte nun die Gelegenheit, Gnome 3 an einem System mit zwei Bildschirmen zu verwenden. Grundsätzlich funktioniert es, aber das Verhalten war dennoch überraschend. Wenn man nach dem Thema im Internet sucht, findet man außerdem Hinweise darauf, dass bei zwei Bildschirmen mit unterschiedlichen Auflösungen oder bei mehr als zwei Bildschirmen die Bedienung problematisch sein kann.
Seit den letzten Artikeln hat sich außerdem bei den Extensions etwas getan.
Pimp my Gnome, Teil 3: Bugs und Workarounds
Gnome 3 ist noch recht jung und hat hier und da noch ein paar Ecken und Kanten, die hoffentlich bald geradegeschliffen sind. Bis dahin müssen wir uns mit so genannten Workarounds behelfen.
Der Übergang zwischen Bug und Feature ist bekanntermaßen fließend, so dass manches von dem Folgenden vielleicht besser in den Teil 2 gepasst hätte. Wie auch immer, packen wir’s an...
Pimp my Gnome, Teil 2: Geschmacksfragen
Das Design von Gnome 3 ist wohldurchdacht. Einstellmöglichkeiten sind kaum vorgesehen, man möchte den Anwender nicht durch zu viele Einstellschrauben verwirren. So attraktiv ein einheitlicher “Desktop von der Stange” auf unerfahrene Anwender wirken mag, so abschreckender wirkt er auf Anwender, die entsprechendes Wissen haben und sich ihre Arbeitsoberfläche maßschneidern möchten.
Mit ein paar Kniffen kann man aber trotzdem Anpassungen vornehmen. Dieser Artikel beschreibt ein paar davon.
Pimp my Gnome, Teil 1: Extensions
Man kann es nicht schönreden: Ein standardmäßig installiertes Gnome 3 hat in etwa den Coolness-Faktor einer Waschmaschine und den Bedienkomfort eines Plattenspielers. Nachdem sich der erste Schock gelegt hat, wird es nun Zeit zu schauen, wie sich zumindest die gröbsten Unzulänglichkeiten beseitigen lassen. Dieser Mehrteiler mit offenem Ende nennt sich “Pimp my Gnome” und wird die Tricks dokumentieren, die ich auf dem Weg zu meinem erhofften Gnome 3-Glück finden werde.
Den Anfang machen die Gnome Extensions. Und die sind tatsächlich ziemlich cool.
