Pimp my Gnome, Teil 1: Extensions

Friday, June 3, 2011 9:19:04 AM

Man kann es nicht schönreden: Ein standardmäßig installiertes Gnome 3 hat in etwa den Coolness-Faktor einer Waschmaschine und den Bedienkomfort eines Plattenspielers. Nachdem sich der erste Schock gelegt hat, wird es nun Zeit zu schauen, wie sich zumindest die gröbsten Unzulänglichkeiten beseitigen lassen. Dieser Mehrteiler mit offenem Ende nennt sich “Pimp my Gnome” und wird die Tricks dokumentieren, die ich auf dem Weg zu meinem erhofften Gnome 3-Glück finden werde.

Den Anfang machen die Gnome Extensions. Und die sind tatsächlich ziemlich cool.

Unter der Haube von Gnome 3 arbeiten JavaScript und CSS. Sie bieten eine recht offene Struktur, die – sofern man sich mit den Techniken auskennt – relativ umfangreiche Änderungen an Gnome erlauben. Erweiterungen, die man über diese Schnittstelle anbaut, heißen Extensions. Und es gibt schon eine überraschende Menge davon.

Das Fedorawiki listet etliche bereits verfügbare Gnome Extensions auf. Die Installation und Konfiguration ist allerdings noch alles andere als komfortabel. Installiert werden die Extensions entweder global für alle Anwender des Systems, oder in dem Extension-Ordner .local/share/gnome-shell/extensions/ im Home-Verzeichnis eines einzelnen Anwenders.

Es existiert keine Oberfläche zur Konfiguration. Werden Parameter benötigt, müssen sie direkt in dem JavaScript-Quelltext eingetragen werden. Ungewünschte Extensions können nicht deaktiviert, sondern müssen aus dem Verzeichnis gelöscht werden. Anwenderfreundlich ist das nicht, aber ich gehe davon aus, dass Gnome früher oder später ein entsprechendes Konfigurationswerkzeug bereitstellen wird. Allerdings bedeutet es momentan, dass zumindest grundlegende Administrationskenntnisse benötigt werden, um die Hürden zu überwinden.

Eine Auswahl der für mich interessantesten Extensions habe ich hier dokumentiert und die Installation beschrieben. Nach der Installation kann man mit Alt-F2 ein Kommandofenster öffnen und dort das Kommando r absetzen. Dadurch wird Gnome neu gestartet, und die gewünschten Extensions erscheinen hoffentlich. Klappt etwas nicht, kann mit lg der Gnome-Debugger Looking Glass aktiviert und Protokolle analysiert werden.

Deinstalliert werden die Extensions entweder durch Entfernen des yum-Pakets oder durch Löschen des Verzeichnisses aus dem ~/.local/share/gnome-shell/extensions/-Verzeichnis. Beim nächsten Start ist die Extension dann verschwunden.

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alternative-status-menu

Ein häufig angebrachter Kritikpunkt ist, dass Gnome kein direktes Menü-Item zum Herunterfahren des Systems anbietet. Hierfür muss die alt-Taste gedrückt gehalten werden – intuitiv ist anders. Mit der alternative-status-menu-Extension werden die entsprechenden Menüpunkte dauerhaft eingeblendet.

Diese Extension steht bereits im Fedora-Repository zur Verfügung. Die Installation ist dementsprechend trivial:

yum install gnome-shell-extensions-alternative-status-menu

alternate-tab

Gnome 3 schaltet mit Alt-Tab zwischen Anwendungsgruppen um, zum Umschalten zwischen einzelnen Fenstern einer Anwendung wird Alt-^ verwendet. Wenn man das von Gnome 2 bekannte Verhalten zurückhaben möchte, kann man die Extension alternate-tab installieren:

yum install gnome-shell-extensions-alternate-tab

Ich bleibe erst einmal bei der neuen Gnome 3-Variante. Sie hat sich nach etwas Umgewöhnung als praktisch herausgestellt.

dock

Es erscheint dauerhaft ein Dock mit den wichtigen Anwendungen aus dem Dash am rechten Bildrand. Grundsätzlich eine nette Sache, beim Maximieren von Fenstern ist das Dock dann allerdings im Weg. Mich konnte diese Extension nicht überzeugen.

Auch diese Extension steht bereits im Repository zur Verfügung:

yum install gnome-shell-extensions-dock

drive-menu

Einen schnellen Zugriff auf externe Datenträger bietet die drive-menu-Extension. Ein entsprechendes Icon im Panel erscheint erst, wenn ein Datenträger eingelegt wurde.

Die Installation erfolgt per

yum install gnome-shell-extensions-drive-menu

places-menu

Diese Extension blendet über ein eigenes Panel-Icon die Dateisystem-Lesezeichen ein. Da es ohne richtigen Desktop ziemlich schwierig ist, auf ein Verzeichnis zuzugreifen, ist diese Extension geradezu unverzichtbar.

Die Installation erfolgt per

yum install gnome-shell-extensions-places-menu

windowsNavigator

Auch nicht unnütz: Hält man bei der Übersicht aller Fenster die Alt-Taste gedrückt, wird jedem Fenster eine Ziffer zugeordnet, mit der es ohne Maus direkt ausgewählt werden kann.

Die Installation erfolgt per

yum install gnome-shell-extensions-windowsNavigator

remove-accessibility

So spartanisch der Gnome-Bildschirm eigentlich daherkommt, haben die Entwickler dennoch ein eigenes Menü für einen barrierefreien Zugang in das Panel aufgenommen. Ein Großteil der Gnome-Anwender wird dieses Menü kaum brauchen. Trotzdem kann man es nicht direkt entfernen. Stattdessen muss diese Extension installiert werden.

Für dieses und die folgenden Extensions gibt es noch kein fertiges Paket im Fedora-Repository. Zur Installation wechselt man zuerst in das Extensions-Verzeichnis und packt dort die Extension aus:

cd ~/.local/share/gnome-shell/extensions/
curl http://martin-weusten.de/wp-content/uploads/2011/05/remove-accessibility-icon20110529-1235.tar.gz | tar -xz

Der Dateiname muss eventuell aktualisiert werden. Man findet ihn auf der Website des Entwicklers.

weather

Das mit am häufigste Wehklagen liest man über das Wetter-Applet, das dem Aufräumwahn der Gnome-Entwickler ebenfalls zum Opfer fiel. Mit dieser Extension kehrt das Wetter in das Gnome-Panel zurück. Die Installation ist zwar ziemlich schwierig, das Ergebnis kann sich aber sehen lassen.

Zuerst lädt man sich das aktuelle Paket aus dem Github herunter. Das Paket enthält ein Verzeichnis weather@venemo.ne, welches ins Verzeichnis ~/.local/share/gnome-shell/extensions/ kopiert werden muss.

Als nächstes muss die Yahoo-ID des Ortes herausgefunden werden, für das die Wettervorhersage angezeigt werden soll. Dazu besuchen wir zuerst http://weather.yahoo.com und suchen dort nach dem gewünschten Ort. Wenn man nun auf den “RSS”-Button klickt, erhält man im Browser eine Adresse mit der Yahoo-ID des Ortes hinter dem p=. Für Köln zum Beispiel lautet der Code GMXX0018.

Anschließend öffnen wir in einem Text-Editor die Datei ~/.local/share/gnome-shell/extensions/weather@venemo.ne/extension.js und tragen dort in der Zeile mit YAHOO_ID die gefundene ID ein. Die fertige Zeile sieht zum Beispiel so aus:

const YAHOO_ID = 'GMXX0018';

Beim nächsten Gnome-Start sollte das Wetter dann im Panel erscheinen.

panellaunchers

Wem zum Starten seiner Lieblingsanwendung der Weg über das Dash zu weit ist, kann sich mit der panellaunchers-Extensions alle Anwendungen aus dem Dash auch auf das Panel legen.

Die Installation erfolgt per:

cd ~/.local/share/gnome-shell/extensions/
curl http://www.fpmurphy.com/gnome-shell-extensions/panellaunchers.tar.gz | tar -xz

noim

Diese Extension entfernt den Benutzernamen und den Instant Messaging-Zustand aus dem Panel, stattdessen ist das Fedora-Logo zu sehen.

Die Installation erfolgt per:

cd ~/.local/share/gnome-shell/extensions/
curl http://www.fpmurphy.com/gnome-shell-extensions/noim-1.0.tar.gz | tar -xz

Eventuell muss die Versionsnummer angepasst werden. Eine Liste der Extensions und der aktuellen Versionen findet man hier.

righthotcorner

Will man mit der Maus eine andere Arbeitsfläche auswählen, steht ein Zickzack-Kurs bevor: Erst in die linke obere Ecke, dann rechts die Arbeitsflächenleiste ausfahren und die Fläche auswählen. Mit dieser Extension verkürzt man den Weg ein wenig, denn nun öffnet sich der Aktivitäten-Bildschirm auch, wenn man mit der Maus in die rechte obere Ecke fährt.

Die Installation erfolgt per:

cd ~/.local/share/gnome-shell/extensions/
curl http://www.fpmurphy.com/gnome-shell-extensions/righthotcorner-1.0.tar.gz | tar -xz

Eventuell muss auch hier die Versionsnummer angepasst werden.

moveclock

Bei Gnome 3 tickert die Uhr an prominenter Stelle mitten im Panel. Mit der moveclock-Extension verschiebt man sie an den rechten Rand, wo sie etwas weniger auffällt.

Die Installation erfolgt per:

cd ~/.local/share/gnome-shell/extensions/
curl http://www.fpmurphy.com/gnome-shell-extensions/moveclock.tar.gz | tar -xz

applicationsbutton

Eine Alternative zum etwas umständlichen Weg über die Aktivitäten, eine Anwendung zu starten, ist die applicationsbutton-Extension. Sie zeigt ein Menü, in dem die installierten Anwendungen gruppiert dargestellt werden, fast so wie in dem Anwendungen-Menü von Gnome 2.

Die Installation erfolgt per:

cd ~/.local/share/gnome-shell/extensions/
curl http://www.fpmurphy.com/gnome-shell-extensions/applicationsbutton.tar.gz | tar -xz

Disable Dynamic Workspaces

Gnome 3 verwaltet die Anzahl der Arbeitsflächen dynamisch je nach Bedarf. Der Vorteil: Es gibt keine feste Begrenzung der Arbeitsflächen. Braucht man eine neue, macht man sich einfach eine auf. Der Nachteil ist allerdings, dass leere Arbeitsflächen automatisch entfernt werden und der Rest dann nachrückt. Es fällt dadurch schwer, einen Überblick zu behalten, auf welcher Arbeitsfläche gerade welches Fenster offen ist.

Mit der Disable Dynamic Workspaces-Extension aus der Gnome Shell frippery werden konstant vier Arbeitsflächen eingerichtet. Das RPM-Paket auf der Entwickler-Website installiert leider gleich noch einen Satz anderer Extensions mit. Zur Installation laden wir also das tar-Paket und hangeln uns darin zum Break_Dynamic_Workspaces@rmy.pobox.com-Verzeichnis durch. Dieses Verzeichnis wird in ~/.local/share/gnome-shell/extensions/ kopiert. Die Extension ist danach startklar. Mit ein wenig JavaScript-Erfahrung kann man in der extension.js auch die Anzahl der Workspaces anpassen.

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Comments

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Na so langsam kommt ja Schwung in die Sache. Wenn das so weiter geht könnte aus Gnome 3 ja doch noch ein benutzbarer Desktop werden.

Pit Schnass Jun 3, 2011 2:26:48 PM
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Ich habe den panellaunchers and applicationsbutton installiert. Allerdings ist die Reihenfolge auf meiner Desktopleiste genau umgekehrt. Wie legt man den Reihenfolge der Elemente (Widgets) fest?

Christian Jun 8, 2011 11:42:23 PM
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Das gleiche Problem habe ich auch, nur in der rechten Ecke. Die Uhrzeit ist mit moveclock und alternate-statusmenu links des menüs...

feha Jun 17, 2011 4:14:13 PM
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noim url ist nun:

http://www.fpmurphy.com/gnome-shell-extensions/3.0/noim-1.0.tar.gz

tom Oct 25, 2011 3:45:44 PM
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Hallo,

danke für diesen wirklich nützlichen Artikel! :)

Ich suche gerade nach dem Pfad, unter dem die extensions gespeichert werden, die man über yum installiert hat. Mit geht es speziell um den `gnome-shell-extensions-dock`, den ich ein wenig verschieben möchte (hängt bei mir zwischen 2 Monitoren.)
Kann mir da jemand weiterhelfen?

sdvg Nov 1, 2011 1:07:56 PM
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Mit "rpm -ql gnome-shell-extension-dock" kannst du sehen, welche Dateien das Paket abgelegt hat. Der Pfad müsste irgendwo bei /usr/share/gnome-shell/extensions/ sein. Ich habe das Paket nicht installiert, sonst könnte ich's genau sagen. :)

Shred Nov 1, 2011 6:03:22 PM
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Die Pakte heißen alle gnome-shell-extension-* ohne "s". Ansonsten guter Artikel, danke.

Florian Dec 11, 2011 3:42:31 PM
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Mittlerweile "extension", stimmt! Als ich den Artikel schrieb, hießen sie aber noch "extensions".

Shred Dec 13, 2011 10:17:36 PM
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Wo findet man den eine Dokumentation, um selber Extensions zu programmieren. Die Gnome-Seite gibt nicht wirklich Information her.

JueDan Oct 30, 2012 1:20:57 PM
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Mehr als das hier habe ich auch nicht: https://live.gnome.org/GnomeShell/Extensions

Wobei Gnome 3 für mich endgültig gestorben ist, seit sie Nautilus "optimiert" haben. Ich bin komplett auf Cinnamon umgestiegen.

Shred Oct 30, 2012 1:44:56 PM
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Da bin ich ja auf der "richtigen" Webseite gelandet. Fedora konnte es garnicht abwarten, auf "GNOME" 3 zu wechseln, sie wollten unbedingt die ersten sein. Nur mal zur Terminologie: Eine shell ist eine Kommandozeile und keine grafische Oberfläche, also eher das Gegenteil davon. GNOME ist also keine shell, es hat eine (oder mehrere) shell. Und GNOME ist es auch nicht, denn es wurde praktisch nichts vom GNOME-Desktop übernommen. Es ist eine völlig andere grafische Oberfläche, die mehr mit Unity gemeinsam hat als mit GNOME. Die Bezeichnung "GNOME shell" dafür ist also etwa so zutreffend wie einst die Bezeichnung "Deutsche Demokratische Republik" - wobei letztere sogar weniger gelogen war, denn deutsch war die DDR ja wenigstens noch, was man heute von der Bundesrepublik angesichts des allgegenwärtigen "Denglish" nicht unbedingt behaupten kann...
Warum diese merkwürdige Desktop-"Revolution" angezettelt wurde, weiß wohl nur der Geier oder wer immer. Möglich, daß einige handybewaffnete Junghüpfer im Entwicklerteam die "Macht übernommen" hatten und den Desktop wie ihr Handy aussehen lassen wollten, das vielleicht sauteuer war und daher als "fortschrittlich" und/oder "modern" angesehen wurde. Aus einer Community kann diese Erfindung sicher nicht gekommen sein. Diese sogenannte "GNOME" "Shell" hat zwar einige Anhänger gefunden, aber sicher kaum eine Mehrheit - höchstens bei ähnlichen handybewaffneten Junghüpfern unter den Usern. Ein Panel, das nur noch eine fast tote Leiste ist, aber immer noch den Spitznamen "Panel" hat, ein "Dash Board" (Schüsselbrett!!!) anstelle eines Menüs, Fenster, die man nur noch so nehmen kann, wie sie sind, weil man das beste Konfigurationstool aller Zeiten für überflüssig hält, die Unmöglichkeit, Starter auf dem Hintergrund oder "Panel" abzulegen (ich weiß, es gibt "Extensions" - aber noch nicht von Anfang an!), die Erschwerung des Arbeitsflächen-Wechsels, weil man erst in eine zweite Ebene wechseln muß... Man könnte die deutlichen Verschlechterungen noch weiter auflisten. Das würde aber diesen Thread sprengen. Und als den Minimalisten dann ein komischerweise unerwarteter Sturm der Entrüstung entgegenschlug, lieferten sie dieses merkwürdige "Tweak-Tool" nach, das aber auch nicht allzu viel "tweaken" kann. Und dann "Extensions" in Salami-Taktik, weil das Murren nicht verstummen wollte. Wahrscheinlich hatte man geglaubt, daß der User ihnen ob der Entmündigung auch noch vor Dankbarkeit die Füße küßt...
Die einzigen beiden Desktops, die derzeit für einen eingefleischten Stinkefuß-Liebhaber wie mich benutzbar sind, sind MATÉ und XFCE 4.10. Letzteres wurde aber auch eingeschränkt, denn bei Mageia 2, SuSE 12.2 und Sabayon 10 (vielleicht noch einige Desktops mehr?) kann man Alacarte nicht mehr aufrufen, weil alle 3 Distributoren das jeweilige Python-GNOME-Menü-Paket weggelassen haben und anscheinend auch nicht willens sind, es nachzuliefern. Und ein nichteditiertes XFCE-Menü mit einigen 100 Anwendungen ist absolut unbenutzbar! Mageia 3 wird es auch nicht mit MATÉ geben, wobei sich das Team noch nicht einig ist, ob Mageia 4 damit kommen wird. So ganz eine Community-Distro kann das also doch wohl nicht sein. Soweit ich weiß, geht Alacarte auch in Fedora nicht mehr, oder irre ich mich da? Aber dort gibt es ja jetzt MATÉ, und Mozo macht keine "Zicken", auch ohne Python-Unterstützung. Bei Ubuntu Quantal kann man python-gmenu nachinstallieren, um Alacarte zum Laufen zu bringen, bei LMDE (und Debian Wheezy) funktioniert es aber nur teilweise...
Mit den "GNOME""Shell""Extensions" wird es kaum anders sein als mit den Firefox-Erweiterungen, denn sie sind ja auf keinem Repo. Bei jeder Kernel-Aktualisierung wird geprüft werden, ob die Dinger noch passen, und ab und an wir die eine oder andere "Extension" deaktiviert werden. Wahrscheinlich muß man dann, um sie behalten zu können, jede einzeln händisch aktualisieren - Windows XP läßt grüßen! Eben "hochmoden" und extrem "fortschrittlich" wie Unity oder die ganze "GNOME""Shell"...
Viel Spaß dann also beim Basteln nach obiger Anleitung! Auch sowas gab es schließlich bei Win XP schonmal, kennt ihr also. Ich für meinen Teil jedenfalls nehme MATÉ. Das wird sicher im Laufe der Zeit auch verändert werden, aber sicher nicht so rapide und vor allem in Richtung wirklicher Modernisierung ohne User-Entmündigung...
Es grüßt recht freundlich Oscar!

Oscar alias xpenguin Jan 23, 2013 2:55:39 AM
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Der Frust über Gnome sitzt bei dir ganz schön tief... Ich kenne das Gefühl gut! :-)

Auch wenn ich selbst schon lange kein Gnome 3 mehr verwende, möchte ich eine Kleinigkeit nicht unkommentiert lassen. Die Extensions gab es zumindest bei Fedora von Anfang an, auch wenn sie zuerst von Hand installiert werden mussten. Ein paar Extensions haben es mittlerweile in eigene Pakete geschafft, die meisten holt man sich aber von der Gnome-Entensions-Seite (https://extensions.gnome.org/). Witzig - oder eher traurig - finde ich es, dass weder Gnome noch Fedora es nach über 18 Monaten geschafft haben, eine Wetter-Extension bereitzustellen. Die muss immer noch von Hand installiert werden. Bedarf wäre da: Kaum ein Gnome 3-Screenshot, in dem nicht ein Wetter-Icon zu sehen wäre.

PS: "dashboard" heißt Armaturenbrett, wobei in jedes gute Armaturenbrett auch mindestens ein Tacho gehört und nicht nur Knöpfe. ;-)

Shred Jan 23, 2013 10:01:35 AM
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